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Blick hinter die Kulissen der Bundeshauptstadt

Vom 15. bis 17. April besuchten nahmen 50 Bürgerinnen und Bürger an meiner politischen Informationsfahrt nach Berlin teil.

Zu den Höhepunkten des dreitägigen Programms gehörte der Besuch des Bundestages mitsamt Vortrag über die Arbeitsweise und Aufstieg in die Reichstagskuppel. Die Teilnehmenden hatten auch Gelegenheit mich auszufragen. Wir sprachen unter anderem über meinen Alltag als Oppositionspolitikerin im Parlament und in den Ausschüssen.

Die Gäste besuchten auch das Bundesministerium für Verteidigung. Die Restaurierung der Gorch Fock und der Moorbrand bei Meppen, der durch Schießübungen der Bundeswehr entstanden war, waren hier wichtige Diskussionsthemen. Zudem standen Besuche der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und des Deutschen Doms am Gendarmenmarkt auf dem Programm.

Ich biete dreimal im Jahr eine politische Informationsfahrt nach Berlin an. Interessenten können sich in meinem Wahlkreisbüro in Oldenburg über Termine informieren.

Ist die bäuerliche Landwirtschaft noch zu retten?

Der Osterholzer Kreislandwirt Stephan Warnken und Amira Mohamed Ali diskutieren über die Zukunft der Landwirtschaft.
Auf dem Bild sieht man den Osterholzer Kreislandwirt Stephan Warnken bei der Diskussion mit Amira Mohamed Ali

Zu dieser Frage diskutierte ich am Dienstag, den 26. März auf dem LINKEN-Podium mit dem Kreislandwirt Stephan Warnken in Lilienthal.

Meine Thesen:

1. Bäuerliche Betriebe sind inhabergeführt und flächengebunden

Die Landwirtschaft verändert sich stetig. Es gibt immer weniger Betriebe mit mehr Land. Wann kann man noch von bäuerlicher Landwirtschaft sprechen? Aus meiner Sicht, wenn der Hof von einer Familie geführt und bewirtschaftet wird und Entscheidungen über die Art der Feldwirtschaft oder die Tierhaltung nicht von ortsfremden Investoren getroffen werden. Darüber hinaus geht es der bäuerlichen Landwirtschaft um Einkommenssicherung im Einklang mit der Natur (Flächenbindung), nicht um Profitmaximierung um jeden Preis (Beispiel Tierfabriken).

2. Nur die bäuerliche Landwirtschaft kann Umwelt und Ruf der Landwirtschaft schützen

Die hochspezialisierte Landwirtschaft, in der wie in der Industrie nur "Rohstoffe" (Saatgut, Mineraldünger, Pestizide, Ferkel) eingekauft werden um sie zu höherwertigen "Produkten" zu veredeln und weiterzuverkaufen zerstört Artenvielfalt, Böden, das Grundwasser und den guten Ruf der Landwirtinnen und Landwirte. Wir erleben es in der Intensivtierhaltung, vor allem im Oldenburger Münsterland. Dem steht die bäuerliche Landwirtschaft mit einem ganzheitlichen Bewirtschaftungsansatz entgegen. Tiere werden möglichst von den eigenen Flächen ernährt, auf dem Acker werden möglichst vielfältige Fruchtfolgen angebaut. Auf Pestizide wird wann immer möglich verzichtet.

3. Die bäuerliche Landwirtschaft kann nur durch eine andere Agrarpolitik der EU gerettet werden

Bisher belohnen die Direktzahlungen der EU vor allem große Betriebe mit viel Fläche. DIE LINKE fordert stattdessen, dass die Zahlung von Fördermitteln vollständig an gesellschaftliche und ökologische Leistungen des jeweiligen Betriebs gebunden wird, zum Beispiel Flächenbindung und Verzicht auf Pestizide. Es geht uns dabei nicht nur um den Ausgleich von Mehrkosten, sondern um einen positiven einkommenswirksamen Effekt. Dabei muss ein Schwerpunkt stark auf kleinen und mittleren Betrieben liegen, zum Beispiel durch das Anheben der bestehenden Umverteilungsprämie (auch „Erste-Hektare-Prämie“). So wird besonders die bäuerliche Landwirtschaft gestärkt.

LINKEN-Ratsherr Andreas Strassemeier moderierte die Diskussion. Es kamen spannende Fragen und Anregungen aus dem Publikum.

Vielen Dank an die Mitglieder von DIE LINKE. Osterholz für die großartige Organisation.