Amira Mohamed Ali

Heute ist Weltkindertag.

Jedes Kind soll sicher aufwachsen, genug zu essen haben und eine gute Bildung bekommen, unabhängig davon, wo es lebt und wie viel Geld seine Eltern haben.

Weltweit bedeutet das vor allem: Kriege beenden, Hunger bekämpfen und allen Kindern Zugang zu Bildung ermöglichen. Genau das müsste politische Priorität haben.

Doch selbst im Industrieland Deutschland hängen die Chancen eines Kindes viel zu oft vom Geldbeutel der Eltern ab.

Das zeigt sich schon bei der Ernährung: Für ein Kind zwischen 6 und 13 Jahren sind im Regelsatz der Grundsicherung gerade einmal 152 Euro im Monat für Lebensmittel und Getränke vorgesehen. Das sind rund 5 Euro am Tag für Frühstück, Mittagessen, Abendbrot, Obst und Gemüse. Mit so wenig Geld eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu bezahlen, ist kaum möglich.

Eltern sollten niemals gezwungen sein, beim Essen ihrer Kinder zu sparen. Deshalb muss die soziale Absicherung so ausgestaltet sein, dass eine gesunde Ernährung tatsächlich möglich ist.

Gleichzeitig müssen Lebensmittel insgesamt wieder günstiger werden. Wir wollen deshalb die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel abschaffen.

Und auch die Bildung darf keine Frage des Einkommens sein.
Wir brauchen genügend Kitaplätze, beitragsfreie Betreuung und mehr Lehrer an unseren Schulen. Fehlende Betreuung und Unterrichtsausfall schaden den Kindern und machen es gerade Alleinerziehenden noch schwerer einen Beruf auszuüben.

Die Bundesregierung von Friedrich Merz setzt derweil ganz andere Prioritäten. Für 2027 soll der Militärhaushalt auf rund 106 Milliarden Euro steigen. Gleichzeitig räumt die Bundesregierung ein, dass Kitas und Schulen vielerorts sanierungsbedürftig sind und Familien verlässliche Betreuung brauchen.

Wer Milliarden für Waffen ausgibt erhöht nicht nur die Kriegsgefahr, sondern verbaut auch die Zukunft der Kinder in Deutschland.

Unser Land soll nicht kriegstüchtig werden. Es soll endlich kinderfreundlich werden!

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Amira Mohamed Ali
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