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Erklärung zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau

Foto: O. Krostitz

Pressemitteilung von Amira Mohamed Ali und Dietmar Bartsch, 27. Januar 2020

Zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erklären die Vorsitzenden der Fraktion DIE LINKE, Amira Mohamed Ali und Dietmar Bartsch:

„Am 27. Januar 1945, vor 75 Jahren, befreiten Soldaten der Roten Armee das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Seither ist Auschwitz das zentrale Symbol für den bürokratisch geplanten und fabrikmäßig durchgeführten Völkermord an den europäischen Jüdinnen und Juden. Auschwitz ist gleichzeitig Auftrag und Mahnung, die Erinnerung an die Opfer der menschenverachtenden NS-Gewaltherrschaft wachzuhalten und jeder Form von Antisemitismus und Rassenwahn entschieden und geschlossen entgegenzutreten.

Die Entwicklungen der letzten Jahre sind deshalb Grund zu größter Sorge. Antisemitische Einstellungennehmen zu. Es gibt Angriffe auf Jüdinnen und Juden bis hin zu offenem Terror gegen die jüdische Gemeinschaft wie jüngst in Halle. Es ist unerträglich und nicht hinnehmbar, dass Jüdinnen und Juden inDeutschland wieder Angst haben müssen. Wir alle sind gefordert, uns dem mit großer Entschiedenheit geschlossen entgegenzustellen.

75 Jahre nach Auschwitz gibt es wachsendeBestrebungen der politischen Rechten, die Vernichtungsideologie der Nazis zu verharmlosen unddie Singularität der Verbrechen der deutschen Faschisten, die den industrialisierten Massenmord an Juden und Jüdinnen organisierten, zu relativieren. Wir dürfen dies niemals zulassen. Die Erinnerung an Auschwitz wachzuhalten ist Auftrag für die Zukunft.

Unsere Verantwortung bleibt: ‚Dass Auschwitz nie wieder sei!‘“


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